
Die Planungen für den Batteriegroßspeicher im Stadtteil Wengerohr schreiten weiter voran. Das Projekt leistet künftig einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes und zur Energiewende. Mit einer Leistung von rund 310 Megawatt und einer Speicherkapazität von etwa 714 Megawattstunden wird die Anlage unter anderem dazu eingesetzt, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen und Preisspitzen am Strommarkt abzufedern. Nach der bereits erfolgten Vorstellung in den städtischen Gremien und der Bürgerinformation wurde Ende 2025 die Baugenehmigung erteilt. Anfang 2026 folgte die wasserrechtliche Erlaubnis.
Im Ortsbeirat Wengerohr wurde ein Nachtrag zum Projekt am 13.04.2026 durch einen Vertreter der Firma ECO STOR vorgestellt. Dabei wurden insbesondere die aktuellen Planungsänderungen erläutert und Fragen aus dem Gremium beantwortet. Der Bau- und Verkehrsausschuss hat am 14.04.2026 das Einvernehmen der Stadt zu dem entsprechenden Nachtrag erteilt.
Aktuell laufen auf den Flächen sogenannte Vergrämungsmaßnahmen zum Schutz der Feldlerche. Der eigentliche Baubeginn ist bewusst erst für Juli 2026 vorgesehen, also nach Ende der Brutzeit. Für die Feldlerche wurde zudem ein geeignetes Ersatzhabitat geschaffen, sodass der Artenschutz umfassend berücksichtigt wird.
Die Inbetriebnahme erfolgt in zwei Bauabschnitten: Der erste Bauabschnitt ist derzeit für September 2027 geplant, der zweite Bauabschnitt für Ende 2031. Zuletzt wurden verschiedene Anpassungen vorgenommen. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Schallschutzwände, eine leichte Anhebung des Geländes zur Reduzierung von LKW-Verkehr sowie organisatorische Änderungen auf dem Gelände, etwa bei Lager- und Sicherheitscontainern.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Lärmschutz: Die gesetzlichen Grenzwerte werden eingehalten. Ergänzende Maßnahmen wie schallgedämpfte Technik und optimierte Lüftungssysteme sorgen dafür, dass die Belastung für die Anwohner möglichst gering bleibt. Die Batteriefelder und Trafobereiche werden durch L-förmig angeordnete Schallschutzwände mit einer Höhe von sechs Metern eingefasst. Diese sind speziell schallabsorbierend ausgeführt und reduzieren auch Reflexionen, etwa vom Verkehrslärm der nahegelegenen Landstraße, deutlich. Die Maßnahme stellt somit eine konkrete Verbesserung im Sinne der Anwohnerinnen und Anwohner dar. Darüber hinaus wird großer Wert auf eine gute Einbindung in das Landschaftsbild gelegt. Die Schallschutzwände werden in gedeckten Grüntönen gestaltet und das Grundstück umlaufend mit Sträuchern und hochstämmigen Bäumen eingegrünt. Dadurch tritt das Vorhaben langfristig nur noch zurückhaltend in Erscheinung.
Die Stadt wird die weiteren Schritte des Projekts weiterhin eng begleiten und die Bürgerinnen und Bürger über den Fortgang informieren. Für Juni 2026 ist zudem ein weiterer Bürgerinformationsmarkt der Firma ECO STOR in Wengerohr geplant. Über die Details der Veranstaltung werden wir zeitnah informieren.