Neue Studie belegt: Batteriegroßspeicher sind systemrelevant – falsche Regulierung gefährdet ihren Nutzen

 

  • Die Analyse zeigt hohen volkswirtschaftlichen Mehrwert von Großbatterien und warnt vor pauschalen regulatorischen Eingriffen
  • Studie von NEON Neue Energie Ökonomik und Consentec im Auftrag von Kyon Energy, LichtBlick, ECO STOR und Fluence

 

Hamburg, 26.01.2026 – Eine neue Studie der Energieberatungshäuser NEON Neue Energie Ökonomik und Consentec hat Batteriegroßspeicher unter dem Aspekt der Systemdienlichkeit untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Batteriegroßspeicher leisten einen klar positiven Wohlfahrtseffekt im deutschen Stromsystem. Sie senken Systemkosten, reduzieren Preisschwankungen und unterstützen die Integration erneuerbarer Energien. Damit sind sie klar systemdienlich. Um ihre volle Wirkung entfalten zu können, sind jedoch koordinierte Anpassungen im Strommarktdesign erforderlich.

Die Kurzstudie „Systemdienlichkeit von Großbatterien“ wurde von Neon Neue Energieökonomik und Consentec, im Auftrag von Kyon Energy, LichtBlick, ECO STOR und Fluence erstellt.

Studie - Systemdienlichkeit Großbatterien

Batteriespeicher schaffen Wert – das Netz sieht ihn noch nicht

Der volkswirtschaftliche Nutzen von Batteriegroßspeichern entsteht heute vor allem durch ihren marktdienlichen Einsatz. Batteriespeicher verschieben Strom in Zeiten hoher Nachfrage, ersetzen teure konventionelle Kraftwerke und erhöhen die kurzfristige Flexibilität im System. Dies senkt Erzeugungskosten, reduziert CO₂-Emissionen und stärkt die Versorgungssicherheit. Diese Effekte sind über Marktpreise weitgehend internalisiert.

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass Großbatteriespeicher bislang nur begrenzt netzdienlich wirken können. Netzengpässe und Netzentlastung spiegeln sich heute nicht in ökonomischen Signalen für Speicherbetreiber wider. Das vorhandene Potenzial zur gezielten Entlastung der Stromnetze wird daher nicht systematisch genutzt.

 

Falsche Regulierung kostet Systemnutzen

Pauschale regulatorische Eingriffe lösen dieses Problem nicht. Stattdessen reduzieren die heute verwendeten Mittel wie Einschränkungen der kurzfristigen Vermarktung, uneinheitliche Anschlussregeln oder starre betriebliche Vorgaben die marktdienliche Flexibilität von Batteriespeichern deutlich. Der Verlust an Wohlfahrtseffekten kann dabei den möglichen Netznutzen übersteigen.

Netzdienlichkeit darf daher kein isoliertes Ziel sein. Vielmehr muss die Systemdienlichkeit als Maßstab gelten, also der Gesamtbeitrag von Batteriespeichern zu Markt- und Netzeffizienz. Erforderlich sind gezielte, transparente und investitionsfreundliche Anpassungen im Strommarktdesign. Dazu zählen zeit- und ortsvariable Preissignale, bundesweit einheitliche Anschlussregeln und Marktmechanismen, die netz- und systemdienliches Verhalten sachgerecht abbilden und vergüten.

„Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache: Batteriespeicher sind kein Risiko für die Netze, sondern ein Gewinn für das gesamte Stromsystem“, sagt Prof. Dr. Lion Hirth, Gründer und Geschäftsführer von Neon. „Entscheidend ist nun, die regulatorischen Rahmenbedingungen an die tatsächliche Systemwirkung von Speichern anzupassen.“ 

Die vollständige Studie „Systemdienlichkeit von Großbatterien“ steht hier zum Download bereit und wird am 26.01.2026 um 13 Uhr in einem Webinar vorgestellt. Interessierte können sich unter diesem LINK anmelden. 

 

Hinweis zur Datenbasis

Die Studie „Systemdienlichkeit von Großbatterien“ ist eine ökonomisch-analytische Wirkungsanalyse. Grundlage sind öffentlich verfügbare Strommarktdaten, geltende Markt- und Netzregelwerke sowie bestehende empirische Studien.